FUD über mögliche Ethereum Klassifizierung – made by Wall Street Journal

In der vergangenen Woche ist die gesamte Krypto-Community stark ins Schwitzen gekommen. Es war die Rede davon, dass eine Sitzung der Securities and Exchange Commission (SEC) und Commodities and Futures Trading Comission (CFTC) stattfinden sollte, um über die Frage zu diskutieren, ob Kryptowährungen als ein Wertpapier oder ein einfaches wirtschaftliches Gut eingestuft werden sollten. Dies wäre in der Tat eine entscheidende Frage, da die Antwort darauf bestimmt, wie Kryptowährungen von den Aufsichtsbehörden in Zukunft behandelt und vor allem besteuert werden würden. Dies wiederum hätte Auswirkungen darauf, wie Kryptowährungen gehandelt und gekauft werden dürfen.

Bislang hatte die CFTC meist die Entscheidungsgewalt über die meisten Bundesgerichtsentscheidungen. Die SEC scheint allerdings immer mehr ihrer eigenen Autorität geltend machen zu können. Ein Umstand, der von vielen Experten mit Skepsis betrachtet wird. Kryptowährungen wurden seitens der CFTC stets als wirtschaftliches Gut/ eine Ware angesehen. Ein Zurückrudern an dieser Stelle würde die Aufsichtsbehörde in einem inkompetenten Licht erscheinen lassen.

Am 1. Mai 2018 wurde von dem Wall Street Journal ein Artikel veröffentlicht, der den Titel „World´s Second most valuable cryptocurrency under regulatory scrutiny“ trug. Laut diesem Artikel sollte die SEX sich am 7. Mai mit der CFTC zusammensetzen und eine regulative Entscheidung bezüglich Ethereum und dessen rechtliche Handhabung treffen. Diese Nachricht verfehlte ihre Wirkung nicht und ein solches Treffen und seine möglichen Auswirkungen wurden auf der ganzen Welt heftig diskutiert. Schließlich hätte eine Entscheidung über Ethereum ebenfalls Einfluss auf die Einstufung der meisten anderen Kryptowährungen gehabt. Die Nachricht wurde von CNBC, Coin Telegraph, The Next Web und CCN aufgegriffen und verbreitet. Sie alle zitierten den Artikel des Wall Street Journal von den Autoren Paul Vigna und Dave Michaels in Koopartion mit Gabriel T. Rubin.

Wie sich letzten Endes herausgestellt hat, gab es aber überhaupt keine Entscheidung, zumindest nicht seitens der SEC oder CFTC. Es hat diesbezüglich auch nie irgendeine Art von formeller Ankündigung oder Bezugnahme auf ein mögliches Treffen gegeben. In dem Artikel des Wall Street Journal wurde zwar von einer Bezugnahme auf eine „kompetente Quelle“ gesprochen, allerdings ohne konkrete Hinweise darauf, wer diese Quelle sei.

Dieses Beispiel zeigt mal wieder hervorragend, wie sorgsam angebliche Quellen überprüft werden müssen und wie selten dieser Vorsatz selbst von den großen Nachrichtenagenturen hinreichend praktiziert wird.

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