Was ist Bitcoin (BTC)?

Lerne in unserer Analyse alles wissenswerte über den Kryptoklassiker Bitcoin und sein Potential als Investment.

Bitcoin, Einfach erklärt!

Um Klarheit zu schaffen, wo momentan viel Verwirrung herrscht, ist es wichtig, dass wir den Klassiker in seine zwei Komponenten aufteilen.

Auf der einen Seite haben wir Bitcoin als digitale Währung, die durch sogenanntes Mining mittels Computerrechenleistung erschaffen wird. Dies geschieht bis eine bestimmte Höchstgrenze an Coins erreicht wird. Damit kommen wir auch schon zum ersten Merkmal, durch welches sich Bitcoin von den in unserem alltäglichen Leben zirkulierenden Währungen unterscheidet. Während die Zentralbank beispielsweise die Geldmenge an Euros beliebig erhöhen kann, ist es niemanden möglich über die Höchstgrenze hinaus weitere BTC zu erschaffen. Des Weiteren werden BTC dezentral durch das Mining erschaffen und unterliegen damit einem Prozess, an dem viele Individuen weltweit beteiligt sind. Die Dezentralität ist damit eine seiner wichtigsten Charakteristiken.

Auf der anderen Seite haben wir Bitcoin als ein Protokoll, ein Verteilungsnetzwerk welches mittels der revolutionären Blockchain-Technologie die Bilanzen des Zahlungsverkehrs durch sogenannte Ledgers verwaltet. Da das Bitcoin-Netzwerk dezentral ist, unterliegt es keiner institutionellen Kontrolle oder dem Einfluss von Dritten.

Wer hat Bitcoin erfunden?

Wenn es um die Frage geht, wer Bitcoin kreiert hat, stößt man auf allerlei verschiedene Gerüchte. Eine Zeit lang galt das Geheimnis für gelüftet, als der australische Informatiker vorgab, Satoshi Nakamoto und damit der Erfinder von Bitcoin zu sein. Er war bei Weitem nicht der erste Kandidat, der diesen Titel für sich in Anspruch nehmen wollte, allerdings war er mit Sicherheit einer der überzeugendsten Kandidaten. Nachdem er aber den erforderten Beweis nicht mehr erbringen wollte, waren viele nicht mehr ganz so sehr von der angeblichen Tatsache überzeugt, dass das Geheimnis um den anonymen Erfinder von Bitcoin gelüftet sei.

Immer wieder fällt zudem der Name des erfolgreichen Unternehmers Elon Musk als möglicher Erfinder von Bitcoin. Grund dafür ist die Behauptung eines ehemaligen Praktikanten des Gründers der Raketenfirma SpaceX und gleichzeitigem Chef des Unternehmens Tesla.

Andere behaupten wiederum, dass sich hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto mehrere Menschen verstecken.

Sicher ist nur, dass bis zum heutigen Tag für viele die Frage wer der Erfinder von Bitcoin ist, nach wie vor als ungeklärt gilt.

 

Was unterscheidet BTC von traditionellen Währungen?

Abgesehen davon, dass Bitcoin genauso wie Buchgeld elektronisch von einer Partei an die andere verschickt werden kann, unterscheidet sich die Mutter und gleichzeitig Vater aller Kryptowährungen von traditionellen Währungen wie dem Euro und US-Dollar anhand mehrerer Merkmale. Hier wollen wir euch ein paar der nennenswertesten Unterschiede auflisten:

  • BTC ist dezentralisiert, sodass kein Individuum und keine Institution das Bitcoin-Netzwerk kontrolliert.
  • Es hat eine limitierte Geldmenge von maximal 21.000.000 Coins, welche durch einen Algorithmus im Netzwerk schrittweise an die Miner verteilt wird.
  • Es ist anonym, da für eine Transaktion lediglich die Wallet Adresse von dem Empfänger angegeben werden muss, aber keinerlei persönliche Informationen.
  • Transaktionen innerhalb des Bitcoin-Netzwerkes können nicht mehr rückgängig gemacht werden und sind damit permanent und unverfälschbar.
  • Durch die kleinste Einheit eines Bitcoin den „Satoshi (=0.00000001 BTC) sind sogenannte Mikrotransaktionen in Höhe eines Bruchteiles von einem Cent möglich.

 

Wie funktioniert Bitcoin-Mining?

Das Bild zeigt einen Altar, der fleißig Bitcoins schürftZuerst einmal gilt es natürlich noch einmal zu klären, was genau Bitcoin-Mining ist. Mining ist ein Prozess, in dem sogenannte Miner Rechenkapazität ihrer Hardware dem Bitcoin-Netzwerk zur Verfügung stellen, um hochkomplizierte Rechenaufgaben zu lösen.

Um Transaktionen innerhalb des Netzwerkes zu verifizieren, werden alle Transaktionen, die innerhalb eines bestimmten Zeitraumes getätigt wurden, gesammelt und in einer Art Liste – einem sogenannten Block zusammengefasst. Diese Blöcke werden anschließend durch die Miner verifiziert und innerhalb der Blockchain weitergeführt.

Das Mining ist nicht nur für die Verifizierung der Transaktionen notwendig, sondern auch für die Versorgung des Ecosystems mit neuen Bitcoins. Miner werden nämlich nach erfolgreicher Lösung/ Verifizierung eines Blocks mit BTC entlohnt.

Nach allen 210.000 Blocks wird die Belohnung für das Mining allerdings halbiert. 210.000 Blocks entsprechen dabei einer Zeitspanne von ungefähr 4 Jahren. Als Bitcoin kreiert wurde, betrug die Belohnung beispielsweise 50 BTC, während sie heutzutage bei 12.5 BTC liegt. Im Jahre 2020 wird sie schlussfolgernd nur 6.25 BTC betragen.

Voraussichtlich wird im Jahr 2140 der letzte Bitcoin gemint und damit die Hardcap von 21 Millionen Bitcoins, also die maximale Anzahl an Bitcoins erreicht werden.

Wird das Minen von Bitcoins in der Zukunft noch profitabel sein?

Natürlich stellt sich an dieser Stelle die Frage, ob das Minen von Bitcoins in Zukunft noch profitabel sein wird, wenn alle 4 Jahre die Belohnung dafür halbiert wird. Die Antwort darauf ist: Wahrscheinlich schon, denn es wird natürlich angenommen, dass Bitcoins in ihrem Wert steigen werden. Steigt der Bitcoin Preis bis 2020 beispielsweise um das Doppelte, entspricht die Belohnung für das Mining in Höhe von 6.25 BTC dem gleichen Wert in Euro wie die aktuelle Entlohnung in Höhe von 12.5 BTC (die Inflation des Euros und andere Einflussfaktoren wie zum Beispiel die zukünftige Kosten für Strom wollen wir an dieser Stelle mal vernachlässigen).

Natürlich kann man jetzt noch einen Schritt weiter gehen und sich fragen, was aber sein wird, wenn auch der letzte Bitcoin gemint wurde. Schließlich bedeutet dies, dass Miner nicht durch die Prägung neuer BTCs entlohnt werden können. Welche Intention hätten Miner dann noch dem Netzwerk ihre Rechenkapazität zur Verfügung zu stellen? Eine möglich Antwort darauf wäre, dass sie mit Hilfe der Transaktionsgebühren bezahlt werden könnten. Dies würde natürlich implizieren, dass dadurch die Transaktionskosten von BTC steigen werden.

 

Was ist das Team hinter Bitcoin?

Wie weiter oben in diesem Artikel bereits erläutert wurde, ist bis heute unklar wer Bitcoin erfunden hat. Daher kann an dieser Stelle auf keine Gründer oder Hauptverantwortliche zurückgegriffen werden.

Es handelt sich hier um eine freie Software, an der jeder Entwickler auf GitHub mitwirken kann. Dort trifft sich eine große open-source Entwickler-Community und viele gelegentlich Mitwirkende, um zusammen an dem Kode zu arbeiten.

 

Welche Partnerschaften hat Bitcoin?

Auch hier haben wir es aufgrund der Tatsache, dass kein offizielles Unternehmen Bitcoin managt, mit einem Spezialfall zu tun, denn dadurch können auch keine offiziellen Partnerschaften abgeschlossen werden. Dennoch gibt es einige Unternehmen, die BTC als Bezahlung akzeptieren.

Wer akzeptiert Bitcoin als Bezahlung?

Hier ist eine Aufzählung der größeren Unternehmen, die BTC als Bezahlung akzeptieren.

  • KFC Canada
  • Subway
  • Microsoft
  • Reddit
  • Virgin Galactic
  • com
  • com
  • Gyft
  • Wikipedia
  • Alza
  • Whole Foods
  • com
  • Braintree
  • com
  • Mexico´s Universidad de las Américas Puebla
  • LOT Polish Airlines
  • Lionsgate Films
  • Rakutan
  • Badoo
  • RE/MAX London
  • T-Mobile Poland
  • One Shot Hotels

 

Wie sieht die Roadmap von Bitcoin aus?

Upgrades, Änderungen am Kode und sogar Forks gehören bei bei dem Klassiker zum täglichen Geschäft. Wir wollen hier dennoch ein paar der wohl größten zu erwartenden Erneuerungen am Klassiker Bitcoin auflisten.

 

Lightning Network als Lösung des Skalierungsproblems

Das wohl am sehnlichsten erwartete Upgrade ist die Implementation des Lightning Networks auf dem Bitcoin-Mainnet. Dieses sogenannte „Overlay Network“ wurde als Skalierungslösungsvorschlag zum ersten Mal im Jahre 2015 von Joseph Poon und Tadge Dryja vorgeschlagen und verspricht nahezu kostenfreie und sofortige Transaktionen innerhalb des Netzwerkes zu ermöglichen.

Betrachtet man die durchschnittlichen Transaktionskosten von Bitcoin, die derzeit bei rund 10$ (diese lagen sogar an Weihnachten bei über 50$) pro Transaktion liegen, ist leicht vorstellbar, dass dies eine immense Verbesserung für die Skalierbarkeit von Bitcoin bedeuten würde.

Wann genau das Lightning Network in das Bitcoin-Mainnet implementiert wird, ist noch unklar. Höchstwahrscheinlich können wir aber mit Ende des ersten Quartales oder innerhalb des zweiten Quartals damit rechnen.

Wie viel Erfolg Bitcoin kurzfristig mit dem Release des Lightning Networks hat, ist stark davon abhängig, ob die großen Exchanges wie Coinbase und Co. das Lightning Network ebenfalls implementieren werden oder nicht.

 

TumbleBit und ZeroLink für mehr Privatsphäre

Während Bitcoin in dem Sinne die Privatsphäre aller Beteiligten schützt, dass keine Namen oder andere persönliche Daten erforderlich sind, um Transaktionen zwischen zwei Parteien zu ermöglichen, sind doch alle Transaktionen auf der öffentlichen Blockchain für alle einsehbar. Durch Transaktionsdatenanalysen ist es dadurch möglich zusammenzutragen, wer wieviel besitzt und wer mit wem Transaktionen durchführt.

Diese Schwächen könnten allerdings durch zwei vielversprechende Projekte in diesem Bereich im Laufe des Jahres 2018 signifikant verbessert werden. TumbleBit und ZeroLink sind kurz davor im Mainnet implementiert zu werden.

TumbleBit wurde erstmals von Ethan Heilman und einer Gruppe an Forschern als Lösungsvorschlag im Jahr 2016 hervorgebracht. Die Idee hinter TumbleBit ist vereinfacht gesagt ein Protokoll, welches einen Art Becher als Zahlungskanal benutzt, in dem alle Coins von allen Beteiligten durcheinander gewürfelt und anschließend an die Empfänger verteilt werden.

Dadurch empfängt jeder andere Coins als eigentlich für ihn abgeschickt wurden, sodass die Fährte des Besitzers verwischt wird.

ZeroLink hingegen hat die Idee alle Nutzer durch einen zentralen Server miteinander zu verbinden, ohne dass diese aber mit den von ihnen getätigten Transaktionen in Verbindung gebracht werden können. Dies wird erreicht, indem eine einzelne Transaktion zwischen allen Beteiligten geschaffen wird. Dieser Lösungsvorschlag würde nicht nur zu einer verbesserten Privatsphäre des Netzwerkes beitragen, sondern gleichzeitig die Transaktionskosten merklich senken.

 

Das Marktsegment und die Wettbewerber von Bitcoin

Bitcoin ist eine digitale Währung und in seiner Funktionalität als Zahlungsmittel gedacht. Mittlerweile gibt es dutzende Altcoins, die ebenfalls die gleiche Funktionalität erfüllen wollen und technisch gesehen sogar hochwertiger sind.

Nichtsdestotrotz wird Bitcoin im Gegensatz zu den meisten Altcoins bereits von vielen großen bis kleinen Unternehmen als Zahlungsmittel akzeptiert. Zudem genießt Bitcoin die größte Markenbekanntheit und hat mit derzeit 198.987.209.166$ Marktkapazität nach wie vor das größte Volumen am gesamten Kryptomarkt. Die Bitcoin-Dominanz liegt damit derzeit bei 33.7% (Stand 21.01.2018).

Wie die folgende Graphik allerdings zeigt, musste Bitcoin über die letzten Jahre immer mehr Platz für die restlichen Altcoins machen. Es bleibt abzuwarten, ob sich dieser Trend weiter fortsetzt oder nicht.

Das Bild zeigt den Verlauf der Marktdominanz von Bitcoin gegenüber den Altcoins

Ist Bitcoin eine gute Investition?

Bitcoin ist mit Sicherheit der älteste und vor allem der bekannteste Hase im Geschäft. Für viele Normalverbraucher ist der Begriff Kryptowährung immer noch deckungsgleich mit dem Namen Bitcoin. Wenngleich dies nicht der Realität entspricht, ist nicht abzustreiten, dass eine ausgeprägte Markenbekanntheit sich in der Regel positiv auf das Geschäft auswirkt. Selbst wenn Bitcoin auf der technischen Ebene bei Längen nicht das hochwertigste Produkt darstellt, ist es für viele Menschen immer noch die Einstiegswährung in das Kryptogeschäft.

Des Weiteren ist Bitcoin für alle und für manche Altcoins sogar die einzige Basiswährung, auch wenn Ethereum in dieser Hinsicht stark nachlegt. Nichtsdestotrotz führt damit kaum ein Weg an dem Klassiker vorbei, was die immense Bedeutung unterstreicht, die Bitcoin nach wie vor in der Kryptowelt genießt.

Sind die besten Zeiten von Bitcoin vorbei?

Mit Sicherheit nicht. Bitcoin hat nach wie vor eine starke Community hinter sich stehen und insbesondere mit der Einführung des Lightning Networks dürfte Bitcoin für den alltäglichen Gebrauch stark an Effizienz zulegen und für viele im privaten, aber auch im geschäftlichen Bereich an Attraktivität gewinnen.

Inwieweit sich die Einführung des Lightning Networks auf den Preis von Bitcoin auswirken wird, ist zumindest kurzfristig stark davon abhängig, ob die großen Exchange Plattformen wie Coinbase die neue Technologie ebenfalls implementieren wird. Mittel- und langfristig ist aber ein positiver Effekt zu erwarten.

Aus fundamentaler Sicht stehen wir daher Bitcoin bullish gegenüber. Es ist davon auszugehen, dass Bitcoin sein altes ATH von 19.906,60$ im Laufe des Jahres 2018 wieder erreichen wird, was bei einem derzeitigen Preis von 11.922,60$ einer Rendite von 66,97% entsprechen würde.

Insbesondere bei einer erfolgreichen Implementierung des Lightning Networks und steigender Popularität der Kryptomarktes ist es durchaus möglich, dass Bitcoin seiner Kritik zu Trotz sogar neue ATH erreichen wird.

 

Wo und wie kannst du Bitcoin kaufen?

Im Falle von BTC verhält es sich sehr einfach.

  1. Registriere und verifiziere dich auf Coinbase (Eine Anleitung dazu findest du hier)
  2. Zahle per Kreditkarte oder Banküberweisung Geld auf dein Coinbase Konto ein
  3. Tausche dein Geld gegen Bitcoin (BTC) ein.

 

Disclaimer/ Haftungsausschluss:

Die hier erstellten Analysen stellen grundsätzlich keine Anlageberatung dar und geben keinerlei Zusicherungen über das Eintreffen prognostizierter Kursverläufe. Alle Angaben beruhen lediglich auf privat durchgeführten Recherchen und haben das einzige Ziel Informationen für eine Diskussionsanregung dar zu bieten. Bitte führen Sie grundsätzlich eigene und tiefgehende Recherchen durch, bevor Sie mit dem Gedanken spielen, in eine der hier genannten Kryptowährungen zu investieren. Der Handel mit Kryptowährungen birgt ein hohes Risiko und kann zum vollständigen Verlust Ihrer Investition führen.